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Immobilienmakler: Profilbilder, die Nähe und Kompetenz zeigen

snaptosuit · 23. Juni 2026

Eine ältere Dame will das Haus verkaufen, in dem sie vierzig Jahre gelebt hat. Ihre Kinder sind längst ausgezogen, die Treppe wird beschwerlich, es ist Zeit. Aber leicht fällt es ihr nicht. Dieses Haus ist ihr halbes Leben. Bevor sie einen Makler anruft, sucht sie im Netz, und sie sucht nicht nach dem, der die höchste Provision verspricht oder die grössten Zahlen wirbt. Sie sucht nach einem Menschen, dem sie diese Sache anvertrauen mag. Ihr Blick bleibt an den Gesichtern hängen. Wem würde sie die Tür öffnen. Wem den Schlüssel geben.

Im Immobiliengeschäft verkauft ihr selten nur eine Dienstleistung. Ihr begleitet Menschen durch einen der grössten Schritte ihres Lebens, meist verbunden mit viel Geld und noch mehr Gefühl. Genau deshalb ist euer Profilbild kein nettes Beiwerk, sondern oft der erste und wichtigste Grund, warum jemand euch anruft oder eben nicht.

Ihr verkauft euch selbst, bevor ihr das Objekt verkauft

Anders als in vielen Branchen steht bei euch die Person im Zentrum, nicht das Produkt. Das Haus wechselt, die Kundschaft wechselt, aber der Makler bleibt das Gesicht des Geschäfts. Ein Eigentümer, der verkaufen will, gibt euch Zugang zu seinem Zuhause, zu Fremden auf Besichtigungen, zu vertraulichen Zahlen. Ein Käufer wiederum will spüren, dass ihr ihn nicht über den Tisch zieht, sondern ehrlich beratet. Beide entscheiden das zu einem erstaunlich grossen Teil über euer Bild.

Denkt an die Kanäle, auf denen ihr auftaucht. Das Portalinserat mit eurem Konterfei daneben, die Visitenkarte, das Schild vor dem Objekt, euer Profil auf der Firmenseite, LinkedIn. Überall steht euer Gesicht stellvertretend für ein Versprechen. Ein austauschbares, lustloses Foto sendet das Signal, dass ihr auch die Vermarktung austauschbar und lustlos angeht. Und das ist das Letzte, was ein verunsicherter Verkäufer hören will.

Nähe und Kompetenz sind kein Widerspruch

Viele Makler landen an einem der beiden Extreme. Die einen zeigen sich betont hart, Nadelstreifen, verschränkte Arme, strenger Blick, alles schreit Abschluss. Das wirkt kompetent, aber kalt, und einer Frau, die ihr Elternhaus verkauft, jagt es eher Angst ein. Die anderen kippen ins Gegenteil, ein legeres Schnappschussfoto, das nahbar sein soll, aber schnell unprofessionell aussieht. Bei einem Geschäft um mehrere Hunderttausend traut man dem nicht so recht die Sorgfalt zu.

Das gute Bild liegt dazwischen und schafft beides zugleich. Ein offener, freundlicher Ausdruck, der sagt, mit mir könnt ihr reden, kombiniert mit einer gepflegten, aufgeräumten Erscheinung, die sagt, ich weiss, was ich tue. Ein echtes Lächeln, das die Augen erreicht, nimmt die Schwelle. Ein sauberer Hintergrund und stimmiges Licht geben die Seriosität dazu. Ihr wollt, dass die Betrachterin denkt, dieser Mensch ist kompetent und trotzdem einer von uns.

Kleidung und Haltung tragen viel dazu bei. Ein Sakko ohne Krawatte, eine leicht zugewandte Körperhaltung, der Blick direkt in die Kamera. Das wirkt professionell und zugleich einladend. Vermeidet die steife Frontalpose mit verschränkten Armen, sie baut eine Mauer auf, wo ihr eine Brücke braucht.

Im Team zählt der stimmige Gesamteindruck

Arbeitet ihr in einem Büro mit mehreren Maklerinnen und Maklern, kommt eine zweite Ebene dazu. Auf eurer Teamseite und in gemeinsamen Inseraten steht ihr nebeneinander, und dann fällt jede Uneinheitlichkeit sofort auf. Wenn ein Kollege ein modernes, klares Porträt hat und der nächste ein zehn Jahre altes Passfoto, wirkt das Büro uneinig und wenig aktuell. Ein Eigentümer schliesst von diesem Durcheinander unbewusst auf die Arbeitsweise.

Ein stimmiger, einheitlicher Auftritt des ganzen Teams signalisiert dagegen, dass hier mit Struktur und Anspruch gearbeitet wird. Er baut Vertrauen in das Büro als Ganzes auf, nicht nur in die einzelne Person. Das hilft besonders, wenn mal jemand aus dem Team einspringt, den der Kunde noch nicht kennt. Wer schon auf der Seite als Teil eines geschlossenen, professionellen Auftritts erscheint, startet mit einem Vertrauensvorschuss.

Ein gutes Bild muss kein Studiotermin sein

Der Alltag im Maklergeschäft lässt wenig Luft. Zwischen Besichtigungen, Notarterminen und Telefonaten fällt es schwer, extra einen Fotografen einzuplanen, und wenn ein neuer Kollege dazukommt, hinkt sein Bild oft monatelang hinterher. Deshalb lohnt der Blick auf moderne, studiofreie Lösungen, mit denen aus einem gewöhnlichen Selfie ein professionelles Profilbild entsteht, das zum Rest des Teams passt und sich jederzeit ergänzen lässt.

Vergesst dabei den Kern nicht. Menschen kaufen und verkaufen Immobilien von Menschen, denen sie vertrauen. Euer Gesicht ist der erste Handschlag, lange bevor ihr euch die Hand gebt. Wer hier Nähe und Kompetenz zugleich ausstrahlt, gewinnt genau die Gespräche, die den Unterschied machen. Und manchmal beginnt der grösste Abschluss des Jahres mit nichts weiter als einem Bild, das die richtige Dame zum Anruf bewegt.